Der ideale Zeitpunkt hängt vom gewählten Programm ab. Typische Empfehlungen:

  • Nach der Zwischenprüfung – z. B. Erasmus+
  • Nach den Großen Übungen – z. B. Auslandsschwerpunkte oder LL.M. in Glasgow
  • Nach dem Studium (Universitätsunabhängig) – z. B. LL.M. oder Wahlstation im Ausland

Eine aktuelle Liste der Partneruniversitäten für das Jura-Erasmus+ Programm findest du hier: Erasmus+ Studium: Informationen und Bewerbung | JGU International

Die Bewerbung erfolgt über das Auslandsbüro Jura. Die Unterlagen werden anschließend an die Abteilung Internationales weitergeleitet.
Bewerbungsfrist für 2027/2028: 01.09.2026-31.01.2027

Die Anforderungen variieren je nach Partneruniversität. Kläre im Voraus, ob Lehrveranstaltungen in der Landessprache oder auf Englisch stattfinden und welche Sprachzertifikate nötig sind.

Im Rahmen von Erasmus+ gibt es Stipendien, die zusätzliche Kosten eines Auslandsaufenthalts abdecken. Details hierzu finden Sie bei der Abteilung JGU International.

Desweiteren gibt es noch den DAAD und die Peregrinus-Stiftung.

Das Auslandsbüro Jura bietet keine direkte Hilfe bei der Wohnungssuche. Informationen erhältst du über die Gastuniversität, inklusive Hinweise auf Studentenwohnheime, sobald du dort nominiert worden bist.

Viele Gastuniversitäten organisieren Orientierungsveranstaltungen und Freizeitaktivitäten, um die Integration von Erasmus-Studierenden zu erleichtern. Diese Veranstaltungen beginnen in der Regel vor der eigentlichen Vorlesungszeit.

Den Semesterbeitrag musst du weiterhin zahlen aber du kannst dir dir den Anteil des Semestertickets von der AStA zurückerstatten lassen.

Nach der Einschreibung erhalten Sie Zugang zu Jogustine, der Online-Plattform der JGU. Hier erstellen Sie Ihren Stundenplan und melden sich für Klausuren an und ab. Infos zu Erstellung des Accounts finden Sie hier.

Die meisten Veranstaltungen finden auf Deutsch statt. Ein Interesse an der Sprache ist hilfreich, nicht nur im Alltag. Für Kurse können Sie sich ans ISSK wenden.

Abteilung Internationales: Allgemeine Infoveranstaltung für Austauschstudierende, Infos darüber bekommen Sie in der Regel per Mail an Ihren Uni-Account.

Auslandsbüro Jura: Spezifische Infoveranstaltung mit anschließendem Kennenlernen, Infos darüber bekommen Sie in der Regel per Mail an Ihren Uni-Account.

Beratung: Sprechstunde bei Herrn Klaus Mayer, per E-Mail oder telefonisch

Selbstanmeldung: Schritt-für-Schritt-Anleitung in der Info-Broschüre für Erasmus-Studierende

Die benötigte Anzahl hängt von Ihrer Heimatuniversität ab.

Begleitend zu großen Vorlesungen zur Übung von Falllösungen

Teilnahme dringend empfohlen, nicht verpflichtend

Abschlussprüfung in der AG für Erasmus-Studierende: mündlich, 4 ECTS

Je nach Veranstaltung bzw. nach Vorgabe des Dozenten: schriftliche Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit oder Referat.

Die Zahl der ECTS-Punkte richtet sich nach der Zahl der SWS.
1 Semesterwochenstunde (SWS) = 1 Veranstaltungsstunde (45 Minuten) pro Woche während eines Semesters.

Beispiel: 4 SWS = 8 ECTS-Punkte

Der Bachelorstudiengang ist im ersten Fachsemester zulassungsbeschränkt. Für die Zulassung ist ein Mindestsprachniveau in Französisch von B1 des GER erforderlich. Es kann über ein entsprechendes Sprachzeugnis oder den Nachweis von fünf Jahren schulischen Französischunterrichts auf dem Abiturzeugnis nachgewiesen werden. Die Bewerbung erfolgt online: zunächst beim Dialogorientierten Serviceverfahren über hochschulstart.de (bundesweite Koordination von Bewerbungen) und dann bei der Universität Mainz online bewerben.

Solltest du eine Zulassung für beide Studiengänge erhalten, musst du dich im ersten Semester für einen Studiengang entscheiden mit dem du das Studium in Mainz beginnen möchtest. Den jeweils anderen Studiengang nimmst du dann ab dem zweiten Fachsemester dazu.

Vor dem Semesterbeginn werden immer fachspezifische und allgemeine Einführungsveranstaltungen angeboten. Wir raten dir diese zu besuchen. In der Regel finden alle Einführungsveranstaltungen in der Einführungswoche, also in der Woche vor Vorlesungsbeginn,  statt. Hier findest du das Angebot.

Ebenfalls vor dem Vorlesungsbeginn kannst du dich für die Sprachkurse am Internationalen Studien- und Sprachenkollegs (ISSK) der JGU anmelden und so als Student an der JGU kostenlos an den Sprachkursen teilnehmen. Weitere Infos dazu findest du hier.

Im Studium kommen einige Kosten auf dich zu. Einmal im Semester musst du den Semesterbeitrag überweisen und dein Zimmer, Essen und Klamotten müssen bezahlt werden. Welche kosten ungefähr auf dich zukommen, kannst du hier nachlesen.

Für die Dauer des Auslandsaufenthaltes im 4. Studienjahr des Bachelors bekommst du eine Förderung der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), (für max. 12 Monate). 

Zusätzlich kannst du auch das Erasmusstipendium (ca. 450 Euro) monatlich beantragen, sodass dein Studium in Frankreich damit zusätzlich finanziert werden kann.

Wir empfehlen dir, dich an die Studienempfehlung des ersten Semesters zu orientieren.

Wenn du mit dem Studium des Bachelors begonnen hast, dann belege alle Kurse, die im 1. Fachsemester empfohlen werden und zusätzlich den fachspezifischen Kurs „Introduction au droit franꞔais“. Die Grundlagenfächer, die im Rahmen des Erstsemesters des Examensstudiengangs zu belegen sind, können über das Frankreichbüro Jura angemeldet werden. Melde dich dazu an droit@uni-mainz.de. Die Grundlagenfächer brauchst du zwar nicht im Bachelor, aber diese brauchst du im Examensstudiengang und diese können dir später auch im Anschließenden Master IPR anerkannt werden.

Im Rahmen des Bachelorstudiengangs musst du ein verpflichtendes Praktikum im französischsprachigen Ausland absolvieren. Insgesamt müssen 4 Wochen im Rahmen des Bachelors und 9 Wochen im Rahmen des Masters absolviert werden. Diese 13 Wochen werden dir auf Antrag auch als praktische Zeiten für den Examensstudiengang anerkannt, wenn du mind. 3 Wochen am Stück bei einem Praktikumsgeber absolvierst und die Zeiten auf mind. 2 Praktikumsstellen aufteilst. Das Praktikum muss in jedem Fall in der vorlesungsfreien Zeit absolviert werden. Wenn du in Frankreich studierst, orientierst du dich an den Zeiten der Partneruniversität in Frankreich. Das erste Praktikum kannst du am besten für die vorlesungsfreie Zeit zwischen dem 4. und dem 5. Fachsemester planen.

Das ist ein Vertrag zwischen der JGU und dem französischen Praktikumsgeber. Die Datei findest du hier.

Die „convention de stage“ wird von der Abteilung Internationales unterschrieben.

Du musst dich um einen Praktikumsplatz bemühen. Wir vermitteln keine Praktikumsplätze. Du kannst dich gerne an die DFJ wenden (https://www.dfj.org/), an das Haus Burgund in Mainz.

Das Auslandsjahr ist für das 4. Studienjahr (7. + 8. Fachsemester vorgesehen). Vor dem Auslandsjahr sollen 180 ECTS erbracht und die Vorbereitungsmodule 13, 14, 15 und 16 abgeschlossen werden. In Einzelfällen und nach Rücksprache mit dem Frankreichbüro können auch andere Vereinbarungen getroffen werden.

Für das Auslandsjahr bewirbst du dich online über ein digitales Formular. Die Fristen und alle Informationen werden dir rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Die Zwischenprüfungsmodule 1-7 müssen komplett abgeschlossen werden und bestenfalls bist du auch mit den Großen Übungen (Module 8-12) vor dem Auslandsjahr fertig. Außerdem solltest du die fachspezifischen Module 13,14,15 und 16 abgeschlossen haben. Wobei das Praktikumsmodul (16) in Ausnahmefällen auch nach dem Auslandsjahr absolviert werden kann.

Nach der erfolgreichen Bewerbung und wenn du alle Voraussetzungen erfüllst, bekommst du von uns eine Zusage und wirst für das Erasmusstipendium und an die Partnerhochschule nominiert.

Die Bewerbung um einen Studienplatz an der Partnerhochschule mit unserem digitalen Formular ist gleichzeitig auch eine Bewerbung um das Erasmusstipendium. Im Anschluss bekommst du dann vom Erasmusbüro eine E-Mail mit einem weiteren Registrierungslink, um dich für das Stipendium anzumelden.

Darüber hinaus kannst du noch das DFH Stipendium erhalten. Jeder der für die Partnerhochschule in Dijon nominiert ist und sich bei der DFH einschreibt erhält automatisch das DFH Stipendium und muss nichts weiter unternehmen.

An der Partnerhochschule in Dijon wird dir im Bureau Mayence von unseren Dijoner KollegInnen geholfen. Alle Informationen und Kontaktdaten bekommst du dann rechtszeitig von uns.

„Rückblickend kann ich sagen, dass mir der Aufenthalt sehr viel gegeben hat. Ich habe gelernt, offener auf andere zuzugehen, mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und aus meiner Komfortzone herauszukommen. Ich kann einen Erasmus-Aufenthalt in Budapest daher jedem empfehlen, dem es weniger um reine Studienleistung und mehr um persönliche Erfahrungen und das Leben im Ausland geht.“

Mein Aufenthalt in Budapest war für mich eine sehr schöne und wertvolle Zeit. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt, sowohl persönlich als auch im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern. Besonders der Kontakt zu internationalen Studierenden hat mir sehr gefallen. Man kommt schnell ins Gespräch, lernt unterschiedliche Kulturen kennen und schließt Freundschaften, die man sonst wahrscheinlich nie gehabt hätte.

Budapest selbst hat mir als Stadt ebenfalls sehr gut gefallen. Die Stadt ist lebendig, vielseitig und hat viel zu bieten, von beeindruckender Architektur bis hin zu einem aktiven Nachtleben. Gleichzeitig ist Budapest vergleichsweise zu anderen Millionenstädten günstig, was den Alltag dort sehr angenehm macht. Insgesamt ist die Stadt aus meiner Sicht absolut empfehlenswert und ein toller Ort für einen Auslandsaufenthalt.

Was das Studium angeht, stand dieses nicht immer im Mittelpunkt. Der Fokus lag eher darauf, im Ausland zu leben, selbstständiger zu werden, seine Fremdsprachkenntnisse zu verbessern und neue Eindrücke zu sammeln. Das Studium ist natürlich Teil des Erasmus, nimmt aber nicht denselben Stellenwert ein wie an der Heimuniversität. Wer also vor allem Wert auf die Erfahrung legt, in einem anderen Land zu leben und neue Menschen kennenzulernen, ist in Budapest genau richtig.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir der Aufenthalt sehr viel gegeben hat. Ich habe gelernt, offener auf andere zuzugehen, mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und aus meiner Komfortzone herauszukommen. Ich kann einen Erasmus-Aufenthalt in Budapest daher jedem empfehlen, dem es weniger um reine Studienleistung und mehr um persönliche Erfahrungen und das Leben im Ausland geht.

„Man wächst so sehr an den persönlichen Erfahrungen und findet Freunde fürs Leben. So taucht man in viele verschiedene Kulturen ein und lernt mehr über sich und die Welt, als man je zu Hause gelernt hätte. Ich kann einen Erasmus-Aufenthalt wirklich jedem wärmstens ans Herz legen – und erst recht in dieser wunderschönen Stadt.“

Im Wintersemester 2025/26 ging es für mich los nach Ungarn. Dort studierte ich an der Pázmány-Péter-Universität in Budapest für ein Semester Rechtswissenschaften.

Die Stadt ist wundervoll. Im September war es noch sehr heiß, und so konnten wir Budapest entlang oder auf der Donau an sonnigen Tagen und in lauen Sommernächten kennenlernen und genießen. Die Stadt, die Gebäude und die Wohnungen strahlen einen wunderschönen Altbaucharme aus. Im Kontrast dazu stehen einzelne Ecken mit Ostblock-Charakter, die zu dem Flair der Millionenstadt einfach dazugehören. Die wuselige, spannende Pest-Seite, auf der der Großteil der Student*Innen wohnt, liegt gegenüber von der ruhigeren, historischen Buda-Seite. Die Gegensätze setzen sich in der gesamten Stadt fort: coole Ruinenbars, riesige Nachtclubs und Vintage-Shops zwischen dem überwältigenden Parlamentsgebäude, Ballettvorstellungen in der imposanten Staatsoper und gemütlichen Cafés. Budapest ist sehr international und mit einer großen Erasmus-Community sehr bunt und aufregend. Es gibt jeden Tag so wahnsinnig viel zu erleben. Mit den vielen vertretenen Kulturen, kann man verschiedene kulinarische Welten entdecken und gleichzeitig ist das nächste traditionelle Gulasch Restaurant nie weit entfernt. 

Auch kleinere ungarische Städte eignen sich wunderbar für Tagesausflüge, bei denen man noch besser in die Kultur mit Land und Leuten eintauchen kann. Für einen kleinen Betrag kann man viele Städte innerhalb oder außerhalb des Landes gut mit dem Zug erreichen. Zu meinen ungarischen Highlights zählen auf jeden Fall Bootstouren auf der Donau bei Nacht, die köstlichen Baumstriezel und ungarische Volkstänze. Die Sprache, die einige Male zu großen Fragezeichen in meinem Kopf geführt hat, sowie die harten Schalen der Ungarn machen das Leben dort einfach aus.

Von Beginn an begeistert hat mich außerdem die vielfältige Kursauswahl an der Universität: von „Staatenlosigkeit als Menschenrechtsproblem“ bis hin zu US-Gesundheitsrecht. Während der gesamten Zeit war die Erasmus-Koordinatorin immer eine super Ansprechpartnerin und hat sich toll um uns alle gekümmert. Regelmäßig wurden von gleichaltrigen ungarischen Student*Innen Events für alle Erasmus-Student*Innen organisiert. Etwa einmal im Monat trafen wir uns in diesem Rahmen beispielsweise, um ungarischen Volkstanz zu lernen oder Lasertag zu spielen. Dabei waren auch die ungarischen Student*Innen immer daran interessiert, Kontakte mit uns zu knüpfen. Dementsprechend hat man sich an der Uni direkt wohlgefühlt.

Aber das, was für meine Erasmus-Zeit am bedeutendsten war, sind die Freundschaften, die man schließt, und das kleine Leben, das man sich aufbaut. Man wächst so sehr an den persönlichen Erfahrungen und findet Freunde fürs Leben. So taucht man in viele verschiedene Kulturen ein und lernt mehr über sich und die Welt, als man je zu Hause gelernt hätte.

Ich kann einen Erasmus-Aufenthalt wirklich jedem wärmstens ans Herz legen – und erst recht in dieser wunderschönen Stadt.